Nativ: 'Big Personalities'

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Posted by: die Weinbörse
at date 31-10-2023
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Nativ
Nativ

Jedes Mal, wenn Sie ein Glas Nativ einschenken, schmecken Sie die Früchte eines gigantischen Vulkanausbruchs, der vor langer Zeit in einem großen Radius das Land fruchtbar machte. 

Selbstverständlich geht es hier um den berühmten Ausbruch des Vesuvs Anno 79. „Die Vulkanasche der Vergangenheit macht unsere Felder noch immer sehr fruchtbar und bestimmt größtenteils unsere Weine.“ Mario Ercolino, gefeierter Winzer und gemeinsam mit seiner Mitbegründerin Roberta Pirone Eigentümer des Weinguts Nativ in Kampanien, meldet sich zu Wort. Eineinhalb Autostunden vom berüchtigten Vesuv entfernt, im anerkannten „Grand Cru“-Gebiet von Irpinia, liegt dieses dynamische Weingut, welches es erst seit 15 Jahren besteht. Jung, aber sofort von der internationalen Presse bejubelt. Und mit unzähligen Fans auf der ganzen Welt, die seinen opulenten, üppigen Weinen verfallen sind. Was ist das Geheimnis von Nativ?

Modern und ungewöhnlich

„Unser Geheimnis ...?“, wiederholt Mario nachdenklich. Um plötzlich leidenschaftlich zu antworten: „Unser Geheimnis besteht darin, dass ich nie die Kritik, die wir zu Beginn erhielten, an mich herankommen ließ!“ Er spricht über seinen modernen, ungewöhnlichen Ansatz, die heimische Aglianico-Traube zu „zähmen“. Dieser tolle Kraftprotz, der Stolz Kampaniens, ist nämlich bekannt als etwas kantig und robust. Vergleichbar mit dem Nebbiolo aus dem nördlichen Piemont. Aus diesem Grund wird der Aglianico auch „Barolo des Südens“ genannt.  

NativNativ

„Roter Nativ: Barolo des Südens, jedoch viel reifer ...“

Sinnlich, üppig, überaus vorzüglich

In Marios Händen ist der Aglianico der Lieferant von abgerundeten, samtigen Weinen. Sinnlich, üppig und überaus vorzüglich. Bereits in jungem Alter. Dass rote Nativ-Weine zudem lange reifen können und anschließend einen „Trüffel“ à la Piemonte entwickeln, macht sie tatsächlich zu „Barolos des Südens“. Und der moderne Ansatz? Durch und durch reife Trauben, die zunächst eine sogenannte „kalte Einweichung“ erhalten. Sozusagen eine Verzögerung der Gärung. Das Ergebnis: Farbe, Aroma und Geschmack sind intensiv, ohne kantig zu sein.  

Einheimische „Krafttraube“

Aber es spielen noch mehr Faktoren als nur der vulkanische Boden eine wichtige Rolle, zum Beispiel die hohe Lage an den langen Ausläufern des Vesuvs. Bis zu 500 Meter. Das sorgt für große Kontraste: tagsüber heiß, nachts stark abgekühlt. Und genau das verleiht vor allem den weißen Nativ-Weinen Finesse und „fraîcheur“. Auch hier singt eine echte Rebsorte aus Kampanien die höchsten Töne: Falanghina. Diese einheimische „Krafttraube“ wird bei Nativ zu großer burgundischer Opulenz gebracht und sogar noch einen Zacken üppiger. 

„Weißer Nativ: Burgunder, aber sogar noch üppiger ...“

Unbekannte Hilfskräfte

Sowohl bei Rotwein als auch bei Weißwein setzt Nativ manchmal auch andere einheimische Trauben als „Hilfskräfte“ ein. Wie die Sciascinoso und die Piedirosso (für Rotwein) oder Fiano und Greco (für Weißwein). Dass beinahe niemand diese Sorten kennt, stört Mario nicht: „Ich weigere mich, dem Trend zu folgen, internationale Rebsorten anzupflanzen. Warum auch? Unsere Stärke liegt gerade in unseren eigenen Trauben. Nativ bedeutet einheimisch!“

Weit über das Mittelfeld hinaus

Liegt es an der leidenschaftlichen Persönlichkeit von Mario? An den einheimischen Trauben? Ist es die manchmal überschwängliche Holzreifung? Oder liegt es an den glühenden Sommern? Welchen die Reben nur dank ihrer tiefen Wurzeln, die den gespeicherten Winterregen erreichen können, überleben. Was auch immer es ist, die Nativ-Weine besitzen unverwechselbare „Big Personalities“ und ragen deshalb wie wahre Weinvulkane weit über das flache Mittelfeld hinaus. Sehr weit.